Thema 2

„Ich bin total tiefenentspannt.“

So kommen Sie zur Ruhe.

Die Deutschen sind im Stress. Permanent. Doch auf Dauer können Körper und Geist keine Höchstleistungen vollbringen, wenn die Entspannung fehlt. Hier erfahren Sie, wie Sie wieder Kraft schöpfen können.

Arbeit ist der größte Stressfaktor, aber auch extreme Ansprüche an sich selbst, zu viele Freizeittermine und die ständige digitale Erreichbarkeit lassen die Menschen nicht zur Ruhe kommen. Das Gefährliche: die ausgeschütteten Stresshormone bauen sich nicht wieder ab. Dies kann z.B. zu Burnout und Bluthochdruck führen. Höchste Zeit, Entspannung zu lernen.

Entschleunigte Entspannungstechniken

Mit Body Scan nehmen Sie den Körper bewusster wahr: Scannen Sie Ihren Körper von unten nach oben gedanklich ab. Von den Füßen bis zum Scheitel. Bei der Entspannungstechnik „Fantasiereise“ begeben Sie sich gedanklich an einen sorgenfreien Ort. Dabei schließen Sie die Augen, folgenden dem Erzähler und stellen sich schöne Bilder vor. Atemübungen sind eine besonders alltagstaugliche Technik, die die Nerven beruhigt. Atmen Sie 5 Sekunden durch die Nase ein und 5 Sekunden durch den Mund aus. Oder: Sie atmen doppelt so lange aus wie ein.

Auch Meditation beruhigt den Geist. Zahlreiche Studien belegen, dass eine regelmäßige Meditation z.B. bei Schmerzen und Herzproblemen helfen kann. Hier ein paar Tipps für Einsteiger: Richten Sie sich einen angenehmen Meditationsplatz ein und wählen Sie eine Meditationshaltung (z. B. aufrechter Sitz auf einem Stuhl, bitte ohne anlehnen). Einsteiger sollten am besten spezielle Meditationsübungen für Anfänger folgen.

Was ist ein Retreat?

Ein Retreat ist eine stille Auszeit, die meist 7 bis 10 Tage andauert. Durch den Rückzug kann man mehr Klarheit über sein Leben erhalten. Ein Retreat findet meist an einem abgeschiedenen Ort statt. „Klosteraufenthalt“, „Yoga unter Palmen“ „Meditation in der Finsternis“ – die Angebote sind vielfältig. Man braucht viel Disziplin, um in die Stille abzutauchen. Dabei werden die Teilnehmer von Retreat-Leitern unterstützt. Grundsätzlich sollte man nur daran teilnehmen, wenn man Mediationserfahrung hat und in einer stabilen Verfassung ist. Wichtig ist auch die sorgfältige Vor- und Nachbereitung. In jedem Fall ist die stille Auszeit eine intensive Lebenserfahrung.